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René Kulka
03.06.2016

Trend

7+ Grafiken zu ausgewählten E-Mail-Trends

Die E-Mail und das E-Mail-Marketing reifen stetig weiter. Anbei sieben Entwicklungen, die Versender auf dem Schirm behalten sollten:

1. Sichtbarkeit „einkaufen“

 

Der Newsletter-Ordner ist eine flüchtige Umgebung, die Aufmerksamkeitsspannen darin sind kurz. Pfiffige Betreffzeilen und Absender, die mit relevanten Infos assoziiert werden, reichen unter Umständen nicht mehr, um gesehen zu werden. Abhilfe schaffen Zusatzservices wie Inbox Branding oder Inbox Ads für u.a. GMX und WEB.DE, mit denen sich mehr und mehr Versender von der Masse abheben wollen.

2. Ruhetag als Versandtag?

 

Das Timing ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor von Dialogmarketing-Aktionen. Und E-Mails lassen sich sehr flexibel anstoßen. Daher verwundert es nicht, dass häufig die Frage nach dem optimalen Newsletter-Versandzeitpunkt gestellt wird. Untersuchungen kommen zwar zu unterschiedlichen Ergebnissen. Doch oft entpuppte sich dabei das Wochenende als verkanntes Zeitfenster – vor allem der Sonntag (Beispiel). Und den scheinen einige Versender neuerdings für sich zu entdecken. Zumindest drängt sich der Eindruck beim Vergleich der Eingangszeiten namhafter Newsletter für Mai 2014, 2015 und 2016 auf.

3. Mehr Dynamik

 

Nie wurden so viele E-Mails mit animierten Grafiken oder ganzen Videoclips verziert wie heute. Insbesondere im angelsächsischen Sprachraum hat sich der Gebrauch in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt. Doch auch unter den deutschsprachigen Newslettern wartete zwischenzeitlich mehr als jeder zehnte mit mindestens einem Bewegtbild auf. Wie leicht und vielseitig sich das Format zur Aufmerksamkeitssteigerung einsetzen lässt, zeigt die Galerie animierter GIFs.

4. Bunte Betreffzeilen

 

Bei der Nutzung von Animationen haben englischsprachige Newsletter die Nase vorn (voriger Punkt); bei der Verwendung von Bildsymbolen und Emojis in Betreffzeilen hingegen ist es genau umgekehrt. Hiervon versprechen sich vor allem hiesige Werber mehr Aufmerksamkeit in der Postfach-Übersicht – und damit höhere Öffnungsraten. Zahlreiche Kreativ-Beispiele finden sich unter der entsprechenden Blog-Kategorie.

5. Mobile First

 

Global werden mehr und mehr Newsletter auf mobilen Geräten gelesen. Die 50-Prozent-Marke ist lange überschritten. Das zumindest legen die Zahlen von Litmus (EmailClientMarketShare.com) nahe. Allein Apple's iPhone, das iPad und Google Android vereinen zusammen mittlerweile mehr als die Hälfte der über die Email-Analytics-Plattform gemessenen Öffnungen auf sich. Zwar unterscheidet sich der Anteil mobiler Leser je nach Land und Empfängerliste. Doch der steigende Tendenz zeichnet sich allerorts ab. Über kurz oder lang muss sich daher die Newsletter-Gestaltung und -Usability dem Trend unterwerfen. Outlook mit seinen restriktiven Gestaltungsmöglichkeiten ist auf dem absteigenden Ast...

6. Authentifizierung & Verschlüsselung

 

Die Zahl der weltweit versandten Nachrichten steigt weiter an. Das meiste davon ist Spam. Aber auch seriöse Werber entdecken die gute alte E-Mail zunehmend als effizientes Kundenbindungstool für sich. Leider kämpft das Medium bis heute mit technischen Unzulänglichkeiten: Absender lassen sich fälschen, Inhalte abhören. Als Gegenmaßnahmen bieten sich DKIM-Authentifizierungen und die TLS-Verschlüsselung der Übertragung an. DKIM wird seit Juni 2014 von der CSA-Whitelist vorgeschrieben. Die verschlüsselte Einlieferung ist besonders bei E-Mails mit vertraulichen Angaben anzuraten; Gmail honoriert Vertraulichkeit auch optisch – unverschlüsselt übermittelte Mitteilungen werden mit einem roten offenen Vorhängeschloss gekennzeichnet.

7. E-Mail ist hier, um zu bleiben

 

Ist die E-Mail angesichts von WhatsApp, Facebook und Facebook Messengern ein Auslaufmodell? Die Zahlen von Eurostat zeigen das Gegenteil an. Demnach steigt der Nutzungsanteil in den größten Ländern auf dem europäischen Kontinent trotz des bereits hohen Niveaus weiter an. Ob die „Chat-Bots“ der E-Mail bald den Garaus machen? Warten wir es ab... ;-)